Bodnath

Wir suchen das einzige Bönkloster Nepals, finden es nicht, dann plötzlich: Drei goldene Statuen. Wir steigen aus. Buddha,Tara, Padmasambhava. So weich, so zu Herzen gehend. Immer wieder nehme ich diese Herz-öffnende Energie in den buddhistischen Anlagen wahr. Mein Herz ist immer wieder mit Tränen gefüllt, aber es ist keine Trauer da. Es ist wie ein wohliges Mitempfinden — aber womit, das kann ich nicht einmal sagen. Ich muss es ja auch nicht wissen. Dann Bodnath.

Bodnath Stupa

Die größte Stupa Nepals, 40 Meter hoch, 100 Meter im Durchmesser, erbaut ungefähr im 6. Jahrhundert. Shankar und ich gehen und rühren jede der großen Gebetsmühlen an. Dann wenden wir uns den vielen Verkaufsständen zu — Klein Tibet. Es scheint wie eine andere Welt mitten in dem quirrligen Bodnath. 20 minütiger Fußmarsch, dann stehen wir dem wichtigsten Hindu-Heiligtum Nepals gegenüber: Pashupatinath. Aus ganz Südasien pilgern die abenteuerlichen Gestalten der Heiligen, der Sadhus hier zusammen um Shiva zu verehren.Der Unterschied der Hindutempel zu den buddhistischen Heiligtümern ist frappierend. Ich kann den fast alles überlagernden Dreck nicht begreifen!! Dann unter uns die Vorbereitung zur Verbrennung. Wasser wird aus dem „heiligen“ Fluss geschöpft und dem Leichnam in den Mund gegossen — ich würd mich noch als Leiche bekotzen, wenn mir dieses kloatische Zeugs eingeflöst würde. So wie ich es verstanden habe, wurde hier an der gleichen Stelle vor 2 Tagen der höchste nepalesische Führer verbrannt — tot natürlich. Ich kann fast nicht mehr hinsehen und will es auch nicht und freue mich auf unser Hotel.